Denkmal

Ein Denkmal - aufrecht, schwarzer Stein,
stumm und starr im Gegenlicht
rötlich-sanfter Morgensonne,
steht allein.

Und ein Duft, der leise spricht,
aus noch taubesetzten Zweigen,
die sich voller Wonne
neigen
vor dem Wind,
diesem grad erwachten Kind,
hüllt ihn ein.

Es umspielt ihn,
kost ihn freundlich, neckt ihn, scherzt,
die Rosen streicheln
seine harte Brust ihm
und sie schmeicheln
ihm im zarten Seidenkleid ...

Ach, es rührt ihn nicht, es schmerzt
seine Last ihn,
die er trägt,
die ihn schlägt
in Stummsein, Hadern -
und an moosbesetzten Quadern
nagt der Regen und die Zeit




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