| Prinzessin auf der Erbse |
Welch Hoheit vor dem Throne, mit ihrem Zepter in der Hand, herrscht sie über weites Land. Ob meine Wenigkeit sich lohne? Sie bezierzt mir süßer Anmut, doch regiert mit eiserner Hand und verurteilt jeden Tand, unterworfen ihrer eigens Glut. Wer sagt, es sei jemand geboren, der ihr das Wasser reicht und in ihrer Würde gleicht; für sie zu leben auserkoren? Sie ist zu weit und unantastbar als dass sie jemand in Betracht ziehe und von ihrer Eitelkeit entfliehe, denn sie ist einfach zu wunderbar. Das wird sie immer glauben und in ihrer Traumwelt leben. Dafür wird sie immer streben und allen Träumern Herzen rauben. Vielleicht irgendwann in Ferne kann sie die Realität verstehen und mit anderen Augen sehen, doch bis jetzt hat sie sich gerne. |
| Copyright © 2006 by Hermann Karl Zenger |