Die Hoffnung


Einst ward ein Kind entsannt
Aus des Himmels hohen Toren
Bis es schließlich ein Engel fand.
Und da ward es fast erfroren

Auf dem Felde es gelegen
Während dichter Regen rann
Der Engel versprach es zu hegen
Und nahm sich des Kindes an.

Das Kind begann zu gedeihen
Und langsam wurde es zum Mann.
Gemunkel ging durch die Reihen.
Doch der Engel hielt sie im Bann.

Eines Tages begann ein Mob sich zuwehren
Dieses Wesen war hier in der falschen Statt
Der Engel wollte ihnen den Rücken kehren
Doch sie hatten das Wesen satt.

Nach knapp einem Jahr
Ohne Hilfe und überrannt
Der Engel noch ein Kind gebar
Der Grund hierfür ist nie bekannt.
Doch wahrscheinlich mochte er den Sohn so gern
Und blieb ihm so nur ungern fern.

Der Engel starb an der Hand von Tochter und Sohn
Und der Mob begann aus der Haut zu fahren
Begann die Wut mit großem Hohn
Und urplötzlich sammelten sich Scharen

Sie prügelten auf die beiden ein
Und dachten sie hätten sie befreit
mit der Faust und scharfer Klinge
Dann erblickten sie was sie getan,
Erkannten ihren eignen Neid
Und warfen voller Scham
Die Hälse in die Schlinge

Die Hoffnung stirbt zuletzt
Wenn es doch nur Eine gäbe
Das Blut verbrannt, das Fleisch zerfetzt
Und hoch wächst die Leidensrebe





Copyright © 2007 by Martin G.