Es ist Halbmond

Es ist Halbmond

Es ist Halbmond -
und es dunkel und kalt.
Der über schwarzem Himmel trohnt -
verschmäh mich mit deiner Gewalt.


Die Kälte hält dich gefangen
auf einsamen Weges Flur.
Wenn nicht die Sternlein um dich prangen,
so wärst du zwar halb, aber finster nur.


Dein Gesicht ist nicht glücklich
(wenn auch nur zum Teil zu sehn)
so blickt ich verzückt dich
und sah eine Trän leis vergehn.


Du bannst meine Gedanken,
die sich danach sehnen
dem Halben der dort ranket
zu trösten und zu verstehn.


Doch er zieht weiter
und verändert sein Gesicht.
Nie reicht er mir Hand oder Leiter.
Nie ein Wort, dass er flehend zu mir spricht.


Und doch weiß ich - tief im Innern,
mag er die Maske ändern wie er will,
ich denk zurück im seichten Erinnern
und seh noch die Träne, die leis er verquillt.








Copyright © 2003 by Stephanie Mattner